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Hausregeln – piefig oder sinnvoll?

Früher hatten alle Fewo-Verträge noch AGBs und eine Haus-Ordnung auf die Rückseite gedruckt. Heute werden die AGBs meistens zwischen dem Buchungsportal und dem Gast vereinbart, so dass der Vermieter hierauf nur insofern Einfluss nehmen kann, als dass er beim Erstellen seines Inserates einige Eckdaten bestimmen kann (Storno-Fristen, Ankunfts- und Abreisezeiten, etc.) In einigen Portalen lässt sich die Haus-Ordnung explizit als Vertrags-Bestandteil einstellen. Die potentiellen Gäste können so schon vor dem Buchen sehen, ob die Unterkunft zu ihren Bedürfnissen passt.

Was sollten Sie in einer Hausordnung festlegen?

Pflicht: In einem Mehrfamilienhaus regelt üblicherweise eine Hausordnung Dinge zwischen den Bewohnern. Und wenn einer der Eigentümer seine Wohnung anderen zur Nutzung überlässt, hat er dafür Sorge zu tragen, dass auch die Mieter sich an die Haus-Ordnung halten.

Kür: Zusätzlich sollten Sie alles, was Gästen einfallen könnte, was eventuell im Rahmen der Hausordnung erlaubt wäre, was Ihnen als Vermieter aber nicht gefällt, klar und deutlich in die Hausordnung hineinschreiben. Hierzu gehörten Partys, Lärm, Grillen auf dem Balkon, die Lagerung von Fahrrädern, Surfbrettern und Ski-Schuhen in der Wohnung und alles, was Gästen sonst noch so einfallen könnte.

Strenge Hausregeln werden einige Gäste abschrecken. Nur die falschen, die Party, Lärm und Dreck gemacht hätten? Oder aber vielleicht auch die Gäste, die gar nicht dagegen verstoßen hätten, aber die sich einfach von zu vielen Regeln in ihrem Freiheitsgefühl im Urlaub eingeschränkt fühlen?

AirBnB hat hierzu ein paar gute Ideen und Erfahrungen zusammengetragen:

https://community.withairbnb.com/t5/Neuigkeiten-von-Airbnb/Hausregeln-optimal-nutzen-Tipps-und-Anleitungen-f%C3%BCr-Gastgeber/ba-p/964323

Wenn Sie aber erst einmal ein paar Jahre vermietet haben und/oder sich mit anderen Vermietern ausgetauscht haben, dann wird die „Kür“-Liste der Verbote immer länger und skuriler. Ich persönlich bin der Meinung, dass „explizit“ klarer als „implizit“ ist, wobei es hierbei sicherlich auch Grenzen gibt. Ein paar m.E. übertriebene Beispiele:

  • Legen Sie sich bitte nicht mit blutigen Gummistiefeln von der Angelfahrt auf das unbezogene Bett
  • Lagern Sie Ihre Ski-Ausrüstung nicht vor der Tür Ihrer Nachbarn
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Ski-Ausrüstung nicht umfallen und dabei Personen gefährden oder Gegenstände beschädigen kann.

Wenn Sie anderer Meinung sind, oder weitere „interessante“ Verbote in Hausordnungen gefunden haben, freue ich mich über jeden Kommentar.

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